Hideko Kobayashi
 

Foto: Kohsei Yoshida

Hideko Kobayashi – Viola


Die international renommierte japanische Bratschistin Hideko Kobayashi wurde anlässlich einer Spanien Tournee im März 2010 von spanischer Presse als „violista de fama

mundial“ gefeiert.                                                                                                                          


Sie studierte Geige bei R.Kubota und S.Ishii an der Toho Music School in Tokio, bevor sie nach mehreren Kammermusikerfahrungen ihre Liebe zur Bratsche entdeckte.

Ihr Studium in der Meisterklasse von Rainer Moog an der Kölner Musikhochschule  absolvierte sie mit dem Konzertexamen. Sie gewann Preise bei den internationalen Wettbewerben in Markneukirchen und Reims. Nach dem 1.Preis bei dem Internationalen Musikwettbewerb in Pretoria gewann sie 1989 den ARD Preis in München und wurde von mehreren Weltklasseorchestern in Europa, Amerika und Japan als Solistin eingeladen. Ihre Konzerte als Solistin und Kammermusikerin führten sie in fast alle Länder Europas, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.                                                                                              


Sie gastiert regelmäßig bei internationalen Musikfestivals, wie Savannah Festival(USA), Holland Festival, Festival in Biel, Yatsugatake Festival in Japan, Enescu Festival in Bucharest, Festival di Palermo oder  Prager Frühling. Sie tritt in großen Musikzentren und Konzertsälen, wie Berliner oder Münchner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Rudolfinum Prag, Santory Hall-, Casals Hall-, Opera City Hall in Tokio, Carnegie Hall N.Y. oder Royal Festival Hall in London auf. Als Mitglied des Sonare Quartetts bekam sie internationale Schallplattenpreise, wie z.B .den Deutschen Schallplattenpreis, Prix Repertoire Paris oder Schallplatte des Jahres Miami USA(u.a. für die Aufnahme der „Mailänder Streichquartette“ von Mozart, des Streichquintetts und des Intermezzos von Bruckner und der sämtlichen Streichquartetten von Ernst Krenek als Welt Ersteinspielung). Die Aufnahme des Streichquintetts von Bruckner bezeichnete Joachim Kaiser in seiner Rezension in der Süddeutschen Zeitung

als“ mustergültige Wiedergabe“ dieses Werkes.


Seit 1990 ist sie Mitglied des Saito Kinen Orchestra unter der Leitung von Seiji Ozawa, bei dem sie außer mit Seiji Ozawa auch mit den Dirigenten wie Riccardo Muti, Jun Merkl oder Kent Nagano zusammen arbeitet.


Die sämtlichen Suiten für Viola Solo von Max Reger und die Chromatische Fantasie von Bach-Kodaly nahm sie auf CD auf. Bekannte Komponisten haben für Hideko Kobayashi Werke geschrieben, die sie ihr auch gewidmet haben, u.a. das Konzert für Viola mit Orchester „Das Notebook“, von Gerhard Stäbler, das 2004 mit einem großen Erfolg uraufgeführt wurde oder „EN“ - ein Werk für Viola Solo von Nikolaus A. Huber, das im November 2007 in Münster erfolgreich zur Uraufführung kam.


1991 wurde sie als Professorin an die Musikhochschule Mannheim berufen. Sie gibt Meisterklassen in Japan, Korea, Europa und Südamerika.

Ihre Studenten bekleiden heute führende Positionen nicht nur in vielen deutschen Sinfonie- und Opernorchestern, sondern in mehreren Orchestern in der ganzen Welt. Auch in Jugendorchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie oder dem Mahler Orchester spielen seit Jahren regelmäßig ihre Studenten mit.


Sie ist die Mitbegründerin und Dozentin der Internationalen Sommerakademie Schloss Heiligenberg in Seeheim-Jugenheim.